Damit endet zunächst dieser Biike-Woche-Blogg, der ja immer nur für das jeweilige Jahr angelegt ist. Erst im nächsten Jahr geht´s dann hier wieder weiter mit Text und Fotos. Die Zugriffsstatistik verrät, daß nicht nur Hooge- bzw. Biike-Fans die Website besuchen, sondern wohl auch viele andere interessierte Menschen, darunter vermutlich nicht wenige, die bislang noch keinen Fuß auf eine Hallig setzten. Was nicht ist, kann ja noch werden ....

23.02.25

Sozusagen "volle Hütte" auf der Fähre. Sonntag nach dem Biike-Feuer und Rückreise ans Festland. Auf nette, freundliche Menschen stößt man häufig, man muß sie nur finden. Dem Blogger gelang`s, stieß als Vorhut auf die beiden weiblichen Wesen gegenüber und schon gab´s ein reges, munteres Miteinander, das darin endete, daß man sich vielleicht ja bei der nächsten Biike zufällig noch mal über den Weg laufen könnte. Das Leben besteht bekanntlich unzählige Male aus Zufällen. Warum nicht noch ein weiterer?


Abreisetag. Gepäck transportfähig deponiert. Letzte Wanderung in westlicher Richtung, eigentlich die liebste Warft wartet dort auf den Blogger. Die Westerwarft. Dorthin verirren sich kaum Gäste, im Februar erst recht nicht. Ein Foto fast mit Endzeitstimmung. Mit historischer Anleihe. Im Hintergrund, soeben noch zu erkennen, die Überreste der Pohnswarft, die bei einer der großen Sturmflutkatastrophen ("Manndränke") völlig zerstört wurde. Über Nacht kam einst die See und riß alles mit von der von allen Warften am wenigsten geschützten, nahm alles Leben, ließ keinen Stein auf dem anderen. Ein Dutzend Menschen ertrank, kein Stück Vieh überstand das Inferno. Zwei oder drei der Unglückseligen gab die See ein paar Wochen später frei, die übrigen behielt sie für sich   


22.02.25

Die Katerstimmung nach der Biike-Nacht mit einer langer Wanderung bekämpfen. Und das Wetter steuert einen nicht blendenden, mitunter auch feuchten Himmel bei. Beinahe eine Halligumrundung. Schlappe rund 9 Kilometer. Vielleicht die letzte Halligumrundung?

21.02.25

Sie wird im Sommer 2025 in Kiel aus ihrem Erfolgsbuch "Die Halligpastorin" innerhalb des "Kulturpark-Seekamp" lesen: Gertrude von Holdt-Schermuly. Ihr Buch schlug ein, wurde "Spiegel"-Bestseller. Ein zweites Buch ist in Arbeit, wird voraussichtlich noch im Sommer fertig. Der Blogger fungiert als Kurator und freut sich sehr auf ihren Auftritt am Lesepult. Seine Prognose: (er kennt sein Publikum):  Die Hütte, in diesem Falle der ehemalige, inzwischen umgebaute Pferdestall, wird voll sein.

Wen es interessiert: Unter diesem Link kann der "Kulturpark Seekamp" aufgerufen werden.


 

 

 

Heute ist der Tag des Biike-Feuers. Sagen- und legendenumwobenes Ereignis, das immer wieder viele Menschen an die Nordseeküste, dort insbesondere auf die Inseln und Halligen zieht. Und der Blogger kann es sich nicht verkneifen, dazu das Cover seines neuen Buches hier reinzustellen. Paßt irgendwie. Das Foto zeigt die Kirchwarft auf Hooge mit Kirche und Pastoratsgebäude. Das Foto hätte er auch gebracht, wenn  ein anderer Name zuoberst des Titels prangte.

 

(Das ist natürlich nicht die ganze Berichterstattung über diesen besonderen Tag. Morgen wird hier noch viel mehr zu lesen sein. Zumindest für diejenigen, die diese Website aufrufen. Und das sind - die Aufrufstatistik ist unbestechlich - doch eine ganze Menge Menschen, die sich für Hooge und die See und das Biikefeuer und wer weiß für was sonst noch interessieren. )


Alljährlich die gleichen Rituale, doch sie verlieren nichts an ihrer Wirkung auf die Besucher. Aufgeräumte Stimmung, Frohsinn, alles duzt sich, Frerk mit den hochprozentigen Flaschenresten unterwegs ...feuert an mit "nech schnacken, Kopp in' Nacken"..., mit rußgeschwärzten Händen friedliche Kriegsbemalung auf bekannten, aber auch fremden Gesichtern auftragen ... am Ende dann Richtung Grünkohlessen auf den Weg machen ... alles unterstützt von Petrus mit tollem Biike-Wetter. Starker Wind, trockenes Holz, das wie Zunder brannte und selbst gegen den Wind eine Höllenhitze gegen diejenigen ausstrahlte, der ihm zu nahe kamen.


Das Schicksal des riesigen Holzstoßes vor und nach dem Wüten des Feuers. Noch am Tag danach stießen die übriggebliebenen Reste Rauch aus und ließen durch verkohltes Geäst Glutnester erkennen.


20.02.25

Solche Bilder muß man nicht immer beschreiben oder mit einem Kommentar versehen. Die Atmosphäre, die Stimmung, die Stille der abgebildeten Landschaft überkommen den hierfür empfänglichen Betrachter und lassen ihn vielleicht eine Weile innehalten.

Erstaunlich viele Bücher werden zum Kauf angeboten, darunter zahlreiche, die einen Bezug zum Meer, zu den Inseln und Halligen haben,


Sieht alles immer gleich aus, sagen die Kritiker  bei solchem Anblick. Hallig-Enthusiasten widersprechen heftig. Eine Annäherung beider Lager ist schwierig bis unmöglich. Unmaßgebliche Äußerungen des Bloggers: Es ist durchaus glaubhaft, daß sich in jedem Haus mehrere Ferngläser befinden. Es ist durchaus nachvollziehbar, daß die erkennbaren Entfernungen zwischen den Warften Streitigkeiten zwischen selbigen vermutlich eher selten vorkommen lassen. Und es ist sicherlich von Vorteil, daß die herrschenden Gesetze den Besitz weitreichender Waffen unter Strafe stellen  ;-)

19.02.25

Übermorgen ist Biike-Tag. Seit ein paar Tagen bewegen sich auffällig viele Fahrzeuge, bevorzugt mit offener Ladefläche oder landwirtschaftliche Gefährte, Richtung Lands Ende. Seit Tagen ist es frostig kalt, keine Flocke vom Himmel geschweige denn Regentropfen. Gute Aussichten, daß die Halligfeuerwehr nicht Feuerteufel spielen und mit Brandbeschleunigern hantieren muß. Nebenstehend der Scheiterhaufen, noch nicht zu Ende gebaut, es sind noch weitere Fahrzeuge mit Holz oder holzähnlichen Gegenständen :-) unterwegs. Und auch das i-Tüpfelchen, die monströse Puppe oder ein anderes menschenähnliches Gebilde, fehlt noch.

Der Blogger, zufällig Autor des Romans "Die Nacht des Halligfeuers" , umrundete mißtrauisch mehrfach den mehr wildem Gestrüpp als halbwegs geordnetem Holzstoß ähnelnden Haufen, um sich zu vergewissern, daß sich die im Buch erzählte Geschichte auf gar keinen Fall durch Nachahmer wiederholen kann.


18.02.25

Immer ein lohnendes Ziel: Die Hanswarft. Doch da ist noch kein richtiges Biike-Leben anzutreffen. Dabei sind es nur noch drei Tage bis zum 21. Februar, dem legendären Biikefeuer-Tag. Nur der "Friesenshop" hat geöffnet, Kerstin Bendixen ist präsent, freundlich, munter, gesprächsbereit. Mit ihrem großen, bunten, originellen Warensortiment. Wer als Gast dort nichts findet, hat keine Fantasie. Und für den kleinen Hunger hat sie auch immer etwas parat.


Weiterhin strahlender Sonnenschein. Wolkenlos. Frosttemperaturen, doch nicht unangenehm, weil der Wind eingeschlafen ist. Eigentlich schon die ganzen Tage. Eine dünne Eisdecke über den Prielen und Wasserflächen auf den Fennen und den Fethings (für die Laien: Regenwasserauffangmulden aus früheren Zeiten fürs Vieh und mitunter auch für die Menschen) in den Warften.


Wer hier nicht zur Ruhe findet, wird sie nirgendwo finden.

17.02.25

Doch noch mal in eigener Sache. Speicher voll und kein USB-Speicher-Stick zur Hand, der liegt wohlverwahrt in Kiel. Der Halligkaufmann führt solche Artikel nicht, werden von der Kundschaft nicht nachgefragt. Beim Blogger macht sich Panik breit. Wie soll`s weitergehen, wenn er nicht mehr speichern kann? Das verhinderte dann Jerome, der Halligkaufmann, der aus seinem privaten

 

Bestand einen zuvor datenfrei geräumten Stick dem Gast aushändigte, unterstützt von seinem Helfer Erik. Das angebotene Entgelt wird freundlich, aber entschieden zurückgewiesen. Der Blogger ist sprachlos vor Glück.


Heute mal das Watt bei Niedrigwasser stellenweise im Frost erstarrt.

17.02.25

 

 

Der Blogger mal in eigener Sache. Darf nicht zu oft vorkommen, schon klar. Er selbst haßt die Ego-Trips anderer Leute. Joggen ist heute angesagt. In Allerherrgottsfrühe. 6 Uhr hoch, 6Uhr30 auf die Piste. Mit Stirnlampe, ist noch ziemlich düster. Streckenkenntnisse sind vorhanden. Trotzdem mit Licht. Sturz wär` nicht so günstig bei 5 Grad Minustemperatur und mutterseelenallein liegenbleiben. Lorenzwarft, Volkertswarft, Ipkenswarft, Westerwarft, nordwestlicher Sommerdeich Richtung Seglerheim, vorher Blinker rechts gesetzt und querrüber durch die Fennen zurück zur Lorenzwarft. Hört sich nach viel an, nach langer Strecke, ist es aber nicht, nur knappe 3 Kilometer. Viel Wind um nichts, auch klar. Und Wind von vorn gibt's auf der tischebenen Hallig sowieso immer. Man muß nicht verrückt sein, um so etwas zu machen. Aber es hilft erheblich.


16.02.25

Sonntag. Anreisetag der noch fehlenden Halligverrückten. Strahlendblauer Himmel, wolkenlos. Für Fallschirmspringer jede Höhe, haben wir hier aber nicht.  Am Horizont könnte mit viel Fantasie in südwestlicher Richtung, als dünner, schmaler gelber Strich, Japsand zu erkennen sein. Einer der Sände, von denen man noch nicht so genau weiß, ob sie nicht eines Tages zu einer neuen Hallig heranwachsen. Die See gibt nicht alle Geheimnisse preis.

 

Leute vom Fach zerbrechen sich den Kopf darüber, ob die Halligen den Meeresspiegelanstieg überleben werden. Aus Sedimentablagerungen sind sie ja mal - im Gegensatz zu den Inseln - aus dem Meer emporgewachsen, vom Menschen noch immer dabei tatkräftig unterstützt durch entsprechende "Einzäunungen" (z. B. Faschinen). Wer wird schneller ansteigen? Die Halligen oder der Meeresspiegel? Die Prognosen sind eher düster. Das Meer wird siegen. Doch bis dahin ist es noch ein Weilchen.


Für die Kundigen ist`s klar, für die übrigen Interessierten: Rechts liegt Hooge, der blaue Punkt ist Standort der Lorenzwarft, wo der Blogger soeben in die Tasten hämmert. Links zeigt sich ein Teil vom Japsand, der bereits eine große Fläche aufweist und sich immer noch weiter ausdehnt.

Von Hooge aus gibt`s Wattführungen nach Japsand. Das sind - eine Strecke - so um bummelig fünf Kilometer, da die Tour nicht in gerader Linie absolviert wird, sondern sich in zahlreichen Schlangenlinieren dorthin bewegt. Die Strecken variieren, da sich durch die Tideströmungen der Grund ständig verändert. Von trittfest bis schier grundlosem Schlick, in dem man steckenbleiben kann, was schon vorkam. Ohne Hilfe wäre mancher dort verloren. Kondition ist angesagt, denn das sind - man will ja auch wieder nach Hooge zurück - alles in allem gute zehn Kilometer. Und das nicht auf schönen, ebenen Wanderwegen oder Bürgersteigen.


 

 

 

 

 

 

 

Das ist unsere Warft. Links die "Lorenzwarft" (der blaue Punkt), gleich rechts daneben "Mitteltritt". Einst bildeten sie naheliegende, aber getrennte Warften, wuchsen dann im Laufe der Zeit zusammen und sind nun nicht mehr als getrennt zu erkennen.


 

 

 

 

15.02.25

Heute ein richtiger "Nichts"-Tag. Fotos von solchen "Nichts"-Tagen veranlassen nicht wenige Menschen, denen der Blogger diese Fotos zuhause gelegentlich zeigt, zu mißbilligenden Ausrufen von der Art, da sei doch nichts, da passiere doch nichts, da gäb's doch nichts. Doch, doch, denkt dann der Blogger und behält's für sich, da gibt's so unendlich viel zu empfinden, zu betrachten, zu bestaunen, zu genießen ..... vorausgesetzt, man besitzt die aufnahmefähigen Sinne hierfür. Wo diese fehlen, helfen Erklärungen nicht weiter. Man sollte es dabei belassen. Und schweigen.

 


14.02.25

Tag der Anreise. Der Blogger als Vorhut für die Biike-Woche. Eine leichte Nummer von Kiel aus. Ein Jahr wieder herum und ein Gefühl, als wenn man nie weggewesen wäre. Nicht viel los in Schlüttsiel und auf dem Schiff. Beinahe handverlesen die Leute. Vielleicht sogar mehr Hoogeraner als Gäste und ein paar Versprengte Richtung Langeneß unterwegs. Wirkte alles wie mit halber Drehzahl  oder - bleiben wir im Schiffskauderwelsch - mit halber Kraft unterwegs.

07.02.25

Nur noch eine Woche bis zur Anreise. Fährenticket natürlich in der Tasche, korrekt: Auf dem Smartphone. Wer mal am Container stand, in dem die Fahrkarten verkauft werden, ungeschützt, bei Starkwind und waagerecht daherkommendem Regen (beides soll dort ja gar nicht so selten vorkommen), weiß die Online-Buchung zu schätzen. Tipp: Aus der Hand gerissenen Geldscheinen hinterherzulaufen gar nicht erst versuchen, die Chancen auf Erfolg tendieren gegen Null. 


 

 

Viel Platz auf dem Sonnendeck (so ist das wirklich angeschildert). Die Sonne schien nicht, warm war´s auch nicht, so daß den Blogger die Frage quälte, welchen Platz er nun einnehmen sollte.


23.01.25

Im Augenblick dreht sich beim Blogger noch alles um sein neues Buch, das wohl ziemlich viel Aufmerksamkeit und Nachragen verursacht. Bis zur Hallig herüber. Sein Lieblingsbuchhändler ist sehr davon angetan. Mit der Selbstbespiegelung hat es aber bald ein Ende. Das Buch ist nicht der Mittelpunkt des Universums. Und der Blogger erst recht nicht.

15.01.25

Der Hallig-Kriminalroman ist fertig, im Handel, in Printform, E-Book ein, zwei Wochen später. Ein paar Exemplare wird der Blogger mit zur Biike-Woche nehmen. Muß sich ja nicht wiederholen, was da in der erzählten Geschichte passiert. ;-)

Noch fünf Wochen ..... das Hallig-Fieber beginnt sich auszubreiten .....

 


07.01.25

Fing ziemlich früh an im neuen Jahr mit Landunter-Wetter.  Inzwischen ging das Wasser schon zwei- oder dreimal über die Hallig weg. Klar, die Leute sprechen dann schnell über Klimawandel und so weiter. Ist wohl auch was dran. Die Chancen,, in der Biike-Woche wieder mal von der See belagert zu werden, Warft-Arrest zu erhalten, vom Hallig-Kaufmann abgeschnitten zu sein, stehen wahrscheinlich nicht schlecht. Die Hallig-Landunter-Erfahrenen freuen sich darauf. Die Natur zeigt dann wieder, wer Chef im Ring ist, was nicht schaden kann.

26.11.24

Finger warmgerieben, heute der erste Eintrag für die Biike-Woche 2025. Die - inzwischen etwas dezimierte -Mannschaft scharrt teilweise schon etwas mit den Füßen.

Sind ja auch nur noch um die 3 Monate hin. Hallig- und Biike-Feuer Enthusiasten werden früh unruhig, das haben sie inzwischen in den Genen. Werden oft mißverstanden, häufig befragt und belehrt von reinen Bewohnern des Festlands: Was gibt´s denn da überhaupt zu sehen? Da gibt´s doch nur Wasser und Himmel. Die Hallig-Leute sollen merkwürdige Leute sein? Die Leute, die da Urlaub machen, sind alle ein bißchen aus der Spur ..... und noch ungezählte weitere Einlassungen aus dem Heer der Unwissenden.